Ägyptische Truppen töten fünf Extremisten im Sinai

Sonntag, 12. August 2012, 16:58 Uhr
 

Al-Arisch (Reuters) - Auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel haben Sicherheitskräfte am Sonntag fünf Extremisten getötet.

Die Soldaten hätten die Kämpfer in einem Unterschlupf in der Nähe der Grenze zu Israel aufgespürt, hieß es in Sicherheitskreisen und von Augenzeugen. Zunächst war von sechs Toten die Rede. Ägypten geht seit Mittwoch massiv gegen Islamisten vor, denen der Tod von 16 Grenzschützern vorgeworfen wird. Sie wurden bei Angriffen auf Kontrollstellen getötet.

Für den neuen Präsidenten Mohammed Mursi ist der Kampf gegen die militanten Gruppen auf dem Sinai eine der ersten Bewährungsproben. Er ordnete eine Offensive gegen die Extremisten an und entsandte mit Duldung Israels Hunderte Soldaten in das eigentlich entmilitarisierte Gebiet.

In der Wüstenregion leben Beduinenstämme, die sich von der Regierung in Kairo im Stich gelassen fühlen, aber auch anti-israelische Extremisten, Waffen- und Drogenschmuggler sowie Al-Kaida-Sympathisanten. Seit dem Sturz des langjährigen Präsidenten Husni Mubarak im vergangenen Jahr hat sich die Sicherheitslage in dem Gebiet verschlechtert.

Israel befürchtet, dass sich der Sinai zum Rückzugsgebiet für Islamisten entwickelt, die von dort aus gemeinsam mit Extremisten aus dem Gazastreifen Anschläge auf den jüdischen Staat verüben und so den Friedensvertrag mit Ägypten gefährden könnten.