Teure Lebensmittel werden zum Thema der G20
Paris (Reuters) - Die weltweite Explosion der Lebensmittelpreise wird zum Thema der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20).
Frankreich und die USA sind nach Angaben des Landwirtschaftsministerium in Paris vom Montag bereit, das Forum der G20 für schnelle Koordination anzurufen. Das Gremium war voriges Jahr auf Initiative Frankreichs eingerichtet worden. Damit zog die G20 Konsequenzen aus der von sozialen Unruhen begleiteten Lebensmittelkrise der Jahre 2007/08.
Frankreich und die USA beobachteten die Entwicklung der Getreidepreise intensiv, erklärte Agrarminister Stephane Le Folle in Paris. Sollte sich die Lage in den USA und Russland verschlechtern, werde das G20-Forum angerufen. Sein Land, die USA und die G20-Präsidialmacht Mexiko planten dazu Ende August eine Telefonkonferenz.
Unter anderem wegen einer verheerenden Dürre in den USA sind die Getreidepreise in die Höhe geschossen. Das Agrarministerium in Washington nahm seine Ernteprognose um 17 Prozent zurück. Präsident Barack Obama will am Montag bei einem Wahlkampfauftritt im Agrar-Bundesstaat Iowa Maßnahmen zur Unterstützung der Bauern verkünden. Unter anderem will die Regierung den Landwirten wohl mit dem Aufkauf von Fleisch unter die Arme greifen.
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