Russland - Keine Waffen an Bord des Flugzeugs nach Syrien
Moskau/Beirut (Reuters) - Ein von der Türkei abgefangenes Flugzeug mit dem Ziel Syrien hat nach russischen Angaben keine Waffen an Bord gehabt.
Außenminister Sergej Lawrow sagte am Freitag, die aus Moskau kommende Maschine habe eine legale Lieferung von Radar-Teilen mitgeführt. Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan sprach am Donnerstag von Munition. Die Türkei hatte die Maschine am Mittwoch zur Landung gezwungen und damit die russische Regierung verärgert, die den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad unterstützt. Dieser kämpft seit 19 Monaten gegen einen Aufstand, der sich zum Bürgerkrieg ausgeweitet hat.
Die Beziehungen zwischen der Türkei und Syrien sind nach Schüssen und Granateinschlägen auf der türkischen Seite der Grenze seit Wochen gespannt. Am Freitag stiegen zwei türkische Kampfflugzeuge auf, als ein syrischer Kampfhubschrauber Ziele in der syrischen Grenzstadt Asmarin angriff. Auch aus anderen Teilen Syriens wurden Gefechte gemeldet. Die Aufständischen nahmen nach eigenen Angaben einen Luftwaffenstützpunkt östlich von Aleppo ein. Die größte Stadt des Landes ist seit Juli umkämpft. In den vergangenen Tagen hatten die Rebellen den Ort Maarat al-Nuaman eingenommen und damit den Nachschubweg für die Regierungstruppen nach Aleppo abgeschnitten.
Die Angaben aus Syrien können kaum überprüft werden, weil unabhängigen Journalisten größtenteils der Zugang verwehrt ist. Die jüngsten Berichte würden allerdings auf immer schwerere Kämpfe hindeuten. Schätzungen zufolge sind bislang 30.000 Menschen in dem Konflikt getötet worden.
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