Obama und Romney liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen

Sonntag, 4. November 2012, 14:49 Uhr
 

Washington/Newington (Reuters) - Drei Tage vor der US-Präsidentenwahl deutet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaber Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney an.

In einer am Samstag veröffentlichten Reuters/Ipsos-Umfrage kam Obama landesweit auf eine Zustimmung von 47 Prozent. 46 Prozent der Befragten kündigten an, für seinen republikanischen Widersacher zu stimmen. In den vier wohl wahlentscheidenden Bundesstaaten Ohio, Florida, Virginia und Colorado liegen die Zustimmungswerte nahe beieinander. Obama hatte zuletzt auch von Republikanern Lob für sein Krisenmanagement nach dem Hurrikan "Sandy" erhalten.

Das Rennen dürfte in einer Handvoll von Staaten entschieden werden. Als zentral für einen Gesamtsieg gilt Ohio. Hier liegt Obama der Umfrage zufolge mit 46 zu 45 Prozent hauchdünn vor dem früheren Gouverneur von Massachusetts. In Florida kommen beide auf 47 Prozent. In Virginia führt Obama mit drei Prozentpunkten. In Colorado liegt der Herausforderer dagegen vorn. "Es wird wirklich knapp", sagte Ipsos-Meinungsforscherin Julia Clark. Obama habe aber etwas höhere Chancen, die für einen Sieg nötigen 270 Wahlmänner hinter sich zu bringen.

Beide Bewerber bemühten sich am Wochenende in den wahlentscheidenden Staaten, die letzten Unentschlossenen für sich zu gewinnen und die eigene Basis zu mobilisieren. In einem Meinungsstück für das "Wall Street Journal" warb Romney zudem, er werde die zähen Parteikonflikte in Washington eher als Obama beenden können: "Nach vier enttäuschenden Jahren braucht es einen neuen Ansatz, um Amerikas Probleme zu lösen." Gewählt wird am Dienstag.

 
Two separate campaign signs for U.S. presidential candidates Barack Obama and Mitt Romney are seen outside of a home in Charlotte, North Carolina October 27, 2012. REUTERS/Chris Keane