Israel treibt Siedlungsbau in Palästinenergebieten voran

Dienstag, 6. November 2012, 11:15 Uhr
 

Jerusalem (Reuters) - Trotz internationaler Kritik forciert Israel den staatlichen Siedlungsbau im besetzten Westjordanland.

Die zuständige Verwaltungsbehörde schrieb den Bau von mehr als 1200 Wohnungen in den Ballungsräumen Ramot und Pisgat Siw aus, die Israel als Teil von Jerusalem betrachtet. Zudem wiederholte Israel nach Angaben der siedlungskritischen Organisation Peace Now vom Dienstag eine Ausschreibung für 72 Wohnungen in der Stadt Ariel im Westjordanland, nachdem im ersten Anlauf kein geeignetes Angebot einer Baufirma eingegangen sei.

Der Streit über den israelischen Siedlungsbau ist einer der Hauptgründe für den Stillstand der Nahost-Friedengespräche. Die Palästinenser werfen Israel vor, durch eine gezielte Siedlungspolitik die Gründung eines überlebensfähigen Palästinenserstaates faktisch unmöglich machen zu wollen. Neben Menschenrechtsgruppen haben auch die Bundesregierung und die Europäische Union Israel wegen des Siedlungsbaus in den besetzten Palästinensergebieten kritisiert.