"Sandy" richtete an US-Ostküste 50 Mrd Dollar Schaden an

Donnerstag, 8. November 2012, 19:37 Uhr
 

New York (Reuters) - Der Monstersturm "Sandy" hat Schätzungen zufolge im Nordosten der USA Schäden von 50 Milliarden Dollar angerichtet.

Davon entfielen allein auf den Bundesstaat New York 33 Milliarden Dollar, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Donnerstag. Nach Schätzungen der Ratingagentur S&P waren Schäden in Höhe von rund 20 Milliarden Dollar versichert.

"Das ist angesichts unserer Finanzlage eine niederschmetternde Zahl", kommentierte Cuomo die Schadenshöhe. Als eine Konsequenz aus der Naturkatastrophe, bei der in den USA und Kanada 121 Menschen ums Leben kamen, forderte der demokratische Politiker eine Erneuerung der Energieversorgung von Grund auf.

Rund zehn Tage nach Hurrikan "Sandy" waren an der Ostküste weiterhin Hunderttausende Menschen ohne Strom. Mehr als 715.000 Haushalte und Geschäfte vor allem in New York und New Jersey waren betroffen, wie die Versorgungsunternehmen mitteilten. Erschwerend kommt hinzu, dass in der Nacht der Winter unerwartet früh in der Region hereinbrach. In New York fielen bis zu 15 Zentimeter Schnee, in Teilen Connecticuts waren es bis zu 30 Zentimeter. Die Behörden in New York verteilten Decken und Heizgeräte. Bewohner, in deren Wohnung die Heizung ausfiel, suchten in Notunterkünften Schutz vor der Kälte. An den Flughäfen im Osten kam es zu Ausfällen und Verspätungen.

Cuomo entließ mittlerweile seinen obersten Katastrophenschützer. Dem Behördenchef war vorgeworfen worden, Mitarbeiter damit beauftragt zu haben, drei von seinem Privathaus in Long Island im Sturm entwurzelte Bäume zu entfernen.