Westafrika will 3300 Soldaten nach Mali entsenden

Montag, 12. November 2012, 15:14 Uhr
 

Abuja (Reuters) - Die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas will zur Vertreibung der radikal-islamischen Rebellen aus dem Norden Malis 3300 Soldaten in das Land entsenden.

Die Soldaten kämen zum größten Teil aus Nigeria, Niger und Burkina Faso, erklärte der Vorsitzende der Gruppe und Präsident der Elfenbeinküste, Alassane Outtara, am Sonntag. Sobald die Vereinten Nationen (UN) die Pläne abgesegnet hätten, könnten die Soldaten dorthin verlegt werden. Die Ecowas billigte am Sonntag die Pläne, die Militärexperten Afrikas, der UN und der Europäischen Union (EU) ausgearbeitet hatten.

Nach einem Staatsstreich in der Hauptstadt Bamako im März hatten islamistische Rebellen im Norden des Wüstenstaates die Macht übernommen. Das hat Befürchtungen ausgelöst, die Region könnte zum Ausbildungsgebiet für Extremisten werden.

Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle begrüßte den Beschluss. Die Entscheidung unterstreiche den Willen der Nachbarstaaten Malis, die Krise in eigener Verantwortung zu lösen. Die EU sollte diese Bemühungen unterstützen und sobald wie möglich über die Ausbildung malischer Sicherheitskräfte beraten.

 
Military experts take part in a meeting to discuss the Mali crisis in Bamako October 30, 2012. A March military coup in Mali, which was followed by a revolt, has seen Tuareg rebels and Islamist militants, some linked to al Qaeda, seize control of the northern two-thirds of the country. REUTERS/Adama Diarra (MALI - Tags: CIVIL UNREST MILITARY POLITICS CONFLICT)