Iran bestreitet Raketenlieferungen in den Gazastreifen

Sonntag, 18. November 2012, 10:27 Uhr
 

Dubai (Reuters) - Der Iran hat israelische Vorwürfe zurückgewiesen, Fadschr-5-Raketen mit längerer Reichweite an militante Palästinenser im Gazastreifen geliefert zu haben.

Die Anschuldigungen entbehrten jeder Grundlage, sagte der Vorsitzende des Parlamentsausschusses für auswärtige Angelegenheiten und nationale Sicherheit im iranischen Fernsehen. Die militanten Kräfte benötigten keine Hilfe von außen, wurde Alaeddin Borudscherdi am Samstagabend auf der Internetseite des arabisch-sprachigen Fernsehssenders Al Alam zitiert.

Der militärische Flügel der im Gazastreifen herrschenden radikal-islamischen Hamas hatte am selben Tag gemeldet, eine Fadschr-5 auf das 70 Kilometer entfernte Tel Aviv abgefeuert zu haben. Die israelische Flugabwehr fing die Rakete nach Polizeiangaben ab. Es habe keine Verletzten und Sachschäden gegeben.

Die Fadschr-5 hat eine Reichweite von 75 Kilometern und kann einen 175 Kilogramm schweren Sprengkopf ins Ziel befördern. Sie gilt als Prestigewaffe der Hamas, auf deren Raketenangriffe Israel seit Mittwoch mit massiven Einsätzen seiner Luftwaffe reagiert.