Kolumbianische Rebellen erklären einseitigen Waffenstillstand

Montag, 19. November 2012, 17:11 Uhr
 

Havanna (Reuters) - Die linken Farc-Rebellen in Kolumbien haben zum Beginn von Friedensverhandlungen mit der Regierung einen einseitigen Waffenstillstand ausgerufen.

Die Gruppe werde alle militärischen Offensiven und Sabotageakte einstellen, sagte Farc-Chefunterhändler Ivan Marquez am Dienstag in der kubanischen Hauptstadt Havanna. Die Waffenruhe gelte zwei Monate und solle ein Klima der Verständigung schaffen.

Die Rebellen und die Regierung befinden sich fast seit einem halben Jahrhundert im Krieg und wollen den Konflikt bei den Verhandlungen in Havanna beilegen. Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos strebt ein Abkommen innerhalb von neun Monaten an. Allerdings gibt es viele Streitfragen, angefangen von der Lage der Landbevölkerung über die Zukunft der Rebellen bis hin zum Drogenhandel. Es handelt sich um den vierten Versuch, den Konflikt beizulegen. Er hat Tausenden Menschen das Leben gekostet.

Die Regierung startete mit Unterstützung der USA im Jahr 2002 eine Offensive gegen die Farc und schwächte die Gruppe. Sie hat heute noch 8000 Mitglieder, die sich in abgelegene Berg- und Urwaldregionen zurückgezogen haben.