Griechischer Ministerpräsident fordert rasche Hilfszahlung

Mittwoch, 21. November 2012, 09:22 Uhr
 

Athen (Reuters) - Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras hält einen Aufschub der Hilfen für sein Land für ungerechtfertigt.

"Griechenland hat eingehalten, wozu es sich verpflichtet hat", sagte Samaras am Mittwoch in Athen. "Unsere Partner müssen nun zusammen mit dem IWF ebenfalls tun, was sie sich vorgenommen haben." Technische Schwierigkeiten bei der Suche nach einer Lösung "rechtfertigen weder Nachlässigkeiten noch Verzögerungen".

Die Euro-Finanzminister brachen am frühen Mittwochmorgen ihre Beratungen darüber ab, wie die Finanzierungslücken Griechenlands geschlossen werden sollen. Damit liegt auch die Auszahlung der nächsten Hilfstranche auf Eis. Sowohl Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble als auch Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker betonten, Griechenland habe alle Zusagen erfüllt. "Aber da die Fragen so kompliziert sind, haben wir keine abschließende Lösung gefunden", sagte Schäuble. Juncker sagte, es seien noch technische Details zu klären.

 
Greece's Prime Minister Antonis Samaras delivers his speech during a business presentation organised by the youths of his conservative New Democracy party in Athens November 20, 2012. Since the start of the Greek debt debacle, Athens and its European allies have battled to make the numbers add up and after three years of striving and two bailouts, it is still unclear whether they will get there. REUTERS/John Kolesidis (GREECE - Tags: POLITICS BUSINESS)