Rebellen im Kongo lehnen Rückzug aus Stadt Goma ab

Donnerstag, 22. November 2012, 11:52 Uhr
 

Goma (Reuters) - Die kongolesischen Rebellen haben einen Abzug aus der Stadt Goma im Osten des Landes abgelehnt.

Man könne weiter vorrücken, wenn Präsident Joseph Kabila nicht Friedensverhandlungen aufnehme, sagte der Vertreter der Rebellengruppe M23, Jean-Marie Runiga, am Donnerstag. "Wir bleiben in Goma und warten auf Verhandlungen." Runiga, der politische Chef der Gruppe, zweifelte zudem an der Zusage Kabilas, die Forderungen der Rebellen zu prüfen.

Die Kämpfer hatten die Stadt Goma an der Grenze zu Ruanda eingenommen und damit gedroht, die gesamte Demokratische Republik Kongo "zu befreien". Vermutlich werden die Kämpfer von Ruanda unterstützt, was die dortige Regierung indes bestreitet. Die Region ist reich an Bodenschätzen wie Gold, Diamanten und Zinn. Auch das vor allen für die Herstellung von Handys und Laptops benötigte Erz Koltan wird in Kongo gefördert. Die Regierung von Präsident Kabila hat direkte Verhandlungen mit der Gruppe M23 mehrfach abgelehnt.