Elf Tote nach Selbstmordanschlägen auf Kirche in Nigeria

Montag, 26. November 2012, 08:45 Uhr
 

Kaduna (Reuters) - Bei Selbstmordanschlägen auf eine Militärkirche im Norden Nigerias sind am Sonntag mindestens elf Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden.

Zwei Attentäter hätten ihre Fahrzeuge vor dem Gotteshaus in der Jaji-Kaserne im Bundesstaat Kaduna zur Detonation gebracht, teilte das Militär mit. Die meisten Opfer habe es bei der Explosion des zweiten Autos gegeben, als die Menschen nach der ersten Detonation zu Hilfe eilen wollten, hieß es in Militärkreisen.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. In der Vergangenheit haben wiederholt Kämpfer der Islamisten-Gruppe Boko Haram Anschläge auf Sicherheitskräfte und auf Kirchen verübt. Im vergangenen Monat kamen bei einem Selbstmordanschlag auf eine katholische Kirche acht Menschen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. Im Juni starben bei interreligiösen Auseinandersetzungen 90 Menschen. In dem Land mit 160 Millionen Einwohnern gibt es ähnlich viele Christen wie Muslime.

 
People watch as a vehicle parks near the scene of a bomb attack along a road in Nigeria's northern city of Kaduna August 14, 2012. REUTERS/Stringer (NIGERIA - Tags: CRIME LAW)