Kongo-Rebellen - Ziehen aus besetzten Gebieten ab

Mittwoch, 28. November 2012, 14:08 Uhr
 

Goma (Reuters) - Die Rebellen im Osten der Demokratischen Republik Kongo haben nach eigener Darstellung mit dem Abzug aus besetzten Gebieten begonnen.

"Wir verlassen Sake, wir verlassen Masisi", sagte der Militärchef der Rebellengruppe M23, Sultani Makenga, der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Aus der Millionenstadt Goma würden sich die Aufständischen zu einem späteren Zeitpunkt zurückziehen. Die Rebellen hatten in der vergangenen Woche Goma an der Grenze zu Ruanda erobert und die Einnahme des ganzen rohstoffreichen Landes in Zentralafrika angestrebt.

Der Rebellenabzug ist das Ergebnis einer von Uganda vermittelten Vereinbarung. Die Regionalmächte befürchten einen Rückfall der Unruheregion in eine auch für angrenzende Länder gefährliche Gewalt-Spirale. In den vergangenen fast zwei Jahrzehnten wurden bei Konflikten rund fünf Millionen Menschen getötet.

Es gab allerdings keine Anzeichen, dass die Rebellen mit ihrem Abzug aus den in der vergangenen Woche besetzten Gebieten auch ihren seit acht Monaten währenden Aufstand beenden. Sie hatten Goma am 20. November eingenommen, nachdem sich kongolesische Regierungstruppen zurückgezogen und UN-Soldaten die Verteidigung der Stadt aufgegeben hatten.

Experten der Vereinten Nationen und die kongolesische Regierung sind überzeugt, dass die Rebellen von Ruanda unterstützt werden. Die dortige Regierung bestreitet das.

 
The South Africa contingent of the U.N. peacekeepers in Congo erect a razor wire barrier around Goma airport in the Democratic Republic of Congo November 26, 2012. REUTERS/James Akena (DEMOCRATIC REPUBLIC OF CONGO - Tags: MILITARY POLITICS SOCIETY)