Syriens Luftwaffe greift Rebellen an - Land weiter ohne Internet

Samstag, 1. Dezember 2012, 15:48 Uhr
 

Beirut (Reuters) - Die syrische Luftwaffe hat am Samstag nach Berichten von Bewohnern und der Opposition Stellungen der Rebellen im Großraum Damaskus angegriffen.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte bombardierten die Jets zwei Vororte der Hauptstadt. Sollten die Aufständischen dort ihre Stellungen halten, hätten sie ein vom Nordosten bis zum Südwesten reichendes Gebiet um Damaskus unter ihrer Kontrolle. Regierungseinheiten versuchten, das Gebiet zurückzuerobern und lieferten sich Kämpfe mit den Rebellen, erklärte die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle.

Seit Donnerstag werden Gefechte vor allem aus zwei Vororten im Südosten von Damaskus gemeldet, die zum internationalen Flughafen führen. Dadurch ist dessen Zufahrtstraße unpassierbar. Die Fluggesellschaften EgyptAir und Emirates stellten Flüge von und nach Damaskus ein. Das Staatsfernsehen verbreitete am Samstag eine Erklärung, der Flughafen sei offen und die Zufahrt sicher. Oppositionelle erklärten hingegen, an der Straße werde weiter gekämpft.

Am Samstag war der Nahost-Staat den dritten Tag in Folge ohne Internetanschluss. Regierung und Rebellen gaben einander die Schuld daran. Seit Beginn des Aufstands gegen Präsident Baschar al-Assad vor 20 Monaten sind nach Angaben der Opposition mindestens 40.000 Menschen getötet worden.

 
A Syrian boy sits in front of his family's tent at a refugee camp near the Turkish border town of Ceylanpinar, Sanliurfa province December 1, 2012. REUTERS/Laszlo Balogh (TURKEY - Tags: CIVIL UNREST SOCIETY)