Rebellen verlassen kongolesische Grenzstadt im Kongo

Samstag, 1. Dezember 2012, 14:40 Uhr
 

Goma (Reuters) - Gut zehn Tage nach ihrer Einnahme haben Rebellen die kongolesische Grenzstadt Goma geräumt.

Singend und waffenschwingend zogen die Kämpfer der Bewegung M23 am Samstag zu Fuß oder auf Lastwagen aus der Stadt ab. Auf der Ladefläche der Fahrzeuge transportierten sie erbeutete Munition und militärisches Gerät. Kolumbianische Blauhelm-Soldaten in weiß angemalten gepanzerten Fahrzeugen und Bewohner beobachteten den Abzug der Tarnanzüge tragenden Rebellen. "Wir gehen um des Friedens willen", sagte der Militärchef der nach dem Datum einer Friedensvereinbarung vom 23. März 2009 benannten Bewegung. Vor dem Abzug nahm Militärchef Sultani Makenga eine Parade von etwa 40 Kämpfern ab.

Der Abzug der M23-Kämpfer war von den Anliegerstaaten der Afrikanischen Großen Seen unter Führung Ugandas vermittelt worden. Die von Tutsis geführte Bewegung hatte damit gedroht, bis in die 1600 Kilometer entfernte Hauptstadt zu marschieren. Die Vereinten Nationen werfen Ruanda und Uganda vor, die M23 zu unterstützen, was beide Länder bestreiten.

 
M-23 rebel fighters are seen on trucks as they withdraw from Goma December 1, 2012. Rebel fighters, singing and brandishing weapons, pulled out of Democratic Republic of Congo's eastern border city of Goma on Saturday, raising hopes regional peace efforts could advance negotiations to end the insurgency. REUTERS/Goran Tomasevic (DEMOCRATIC REPUBLIC OF CONGO - Tags: CONFLICT POLITICS)