Türkei schickt Kampfflugzeuge an die Grenze zu Syrien

Montag, 3. Dezember 2012, 12:06 Uhr
 

Diyarbakir (Reuters) - Die Türkei hat Kreisen zufolge am Montag Kampfflugzeuge an die Grenze zu Syrien geschickt.

Mit der Entsendung der F-16-Jets vom Stützpunkt Diyarbakir habe die Türkei auf den Beschuss von Rebellenstellungen in Syrien nahe der türkischen Grenze reagiert, verlautete aus türkischen Sicherheitsbehörden. Beim Bombardement des von Aufständischen gehaltenen Grenzorts Ras al-Ain seien auch Geschosse auf türkischem Gebiet niedergegangen. Sie landeten demnach in der direkt an Ras al-Ain grenzenden Stadt Ceylanpinar und lösten dort unter der Bevölkerung Panik aus. Es war zunächst unklar, ob die Irrläufer von syrischen Truppen oder von Rebellen abgefeuert worden waren.

Die Türkei sieht sich durch den Bürgerkrieg im benachbarten Syrien bedroht und will sich künftig mit Hilfe von Nato-Verbündeten schützen. Dafür beantragte das Land die Stationierung von Patriot-Abwehrraketen, über deren modernste Version auch die Bundeswehr verfügt.

Am Montag wurde der russische Präsident Wladimir Putin in der Türkei erwartet. Nach Gesprächen mit Ministerpräsident Tayyip Erdogan ist eine gemeinsame Pressekonferenz geplant.

 
A Turkish soldier takes up position as gunfire is heard in the northern Syrian town of Ras al-Ain, at the Turkish border town of Ceylanpinar, Sanliurfa province, November 25, 2012. REUTERS/Amr Abdallah Dalsh (TURKEY - Tags: POLITICS CONFLICT MILITARY)