Taifun wütet auf den Philippinen - Tote und Verletzte

Dienstag, 4. Dezember 2012, 16:56 Uhr
 

Manila (Reuters) - Der Taifun "Bopha" ist am Dienstag über den Süden der Philippinen hinweggefegt und hat zahlreiche Menschen das Leben gekostet.

Der Sturm erreichte Windgeschwindigkeiten von knapp 200 Kilometern in der Stunde. "Bopha" zerstörte Häuser, knickte Strommasten um und ließ Flüsse über die Ufer treten. Medienberichten zufolge kamen auf der Insel Mindanao im Süden des Landes in den Fluten und durch Erdrutsche 40 Menschen ums Leben oder wurden noch vermisst. Viele Bewohner wurden durch umstürzende Bäume oder herabfallende Trümmern verletzt.

Eine Fernsehreporterin berichtete, sie habe in der Nähe eines Militärstützpunktes viele Leichen gesehen. Nach Angaben eines Militärsprechers würden rund zwanzig Menschen vermisst, darunter sechs Soldaten. Die Behörden rechnen damit, dass noch mehr Tote gefunden werden.

Die Philippinen, die auf halbem Weg zwischen Australien und Japan liegen, werden jedes Jahr von rund zwanzig Taifunen heimgesucht. Im Taifun "Washi" kamen im vergangenen Jahr 1500 Menschen ums Leben. Dass wegen "Bopha" bislang vergleichsweise wenige Menschen ihr Leben verloren, ist wohl der frühen Vorwarnung der Bevölkerung und Evakuierung gefährdeter Gebiete zu verdanken: Mehr als 155.000 Menschen hatten sich vor dem nahenden Taifun in Sicherheit gebracht.