Mindestens 280 Tote durch Taifun in den Philippinen

Mittwoch, 5. Dezember 2012, 13:36 Uhr
 

Manila (Reuters) - Nach dem Taifun im Süden der Philippinen wird das Ausmaß der Katastrophe immer deutlicher: Mindestens 280 Menschen kamen ums Leben.

Weitere 300 würden vermisst, sagte Innenminister Manual Roxas sagte am Mittwoch. "Ganze Familien sind weggespült worden." Zerstörte Straßen und Telefonleitungen erschwerten die Rettungsarbeiten. Der Taifun "Bopha" war das schwerste Unwetter in den Philippinen in diesem Jahr. Vor allem auf der Insel Mindanao gab es Überschwemmungen und Erdrutsche. Am Mittwoch zog die Unwetterfront weiter nach Westen, schwächte sich dabei aber ab.

Wegen zerstörter Straßen wurden Rettungsmannschaften der Streitkräfte mit Hubschraubern in die Katastrophenregion gebracht. Tausende Menschen harrten in Notunterkünften aus. Der Gouverneur der am schwersten getroffenen Provinz Compostela Valley, Arthur Uy, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Wasser- und Schlammmassen seien sehr schnell und unerwartet über die Region hereingebrochen. Sie hätten sich durch Schulen, Kliniken und Rathäuser gewälzt. Das Wasser sei auch von Speichern auf den Bergen gekommen, die für die Landwirtschaft genutzt würden.

Die Philippinen, die auf halbem Weg zwischen Australien und Japan liegen, werden jedes Jahr von rund zwanzig Taifunen heimgesucht. Im Taifun "Washi" kamen im vergangenen Jahr rund 1500 Menschen ums Leben.

 
A villager walks on rope over floodwaters that flows down a destroyed road caused by typhoon Bopha in Compostela Valley, southern Philippines December 5, 2012. REUTERS/Erik De Castro (PHILIPPINES - Tags: DISASTER ENVIRONMENT)