US-Republikaner wollen direkte Gespräche mit Obama über Haushalt

Mittwoch, 5. Dezember 2012, 18:22 Uhr
 

Washington (Reuters) - Führende US-Republikaner haben im Haushaltsstreit direkte Gespräche mit Präsident Barack Obama gefordert.

"Es passiert nichts", sagte der Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, Eric Cantor, nach Gesprächen mit Parteifreunden am Mittwoch. "Wir bitten den Präsidenten, sich mit uns zusammenzusetzen." Der Präsident der Kammer John Boehner erklärte, er sei jederzeit zu einem Treffen mit Obama bereit. Der Präsident sollte im Laufe des Tages ebenfalls zu dem Thema Stellung nehmen.

Ohne eine Einigung im bitter geführten Haushaltsstreit drohen den USA zum Jahreswechsel automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen in Höhe von etwa 600 Milliarden Dollar. Experten sprechen von einer Fiskalklippe, da dies die größte Volkswirtschaft in die Rezession stürzen könnte. Entsprechend werden die Verhandlungen an den internationalen Märkten mit besonderer Spannung verfolgt. Die Gespräche stocken gegenwärtig. Die Republikaner halten die Mehrheit im Repräsentantenhaus - die bei Haushaltsfragen die Vorhand hat - und Obamas Demokraten kontrollieren den Senat, so dass ein Kompromiss zwingend notwendig ist.

 
U.S. House Speaker John Boehner (R-OH) arrives at a news conference on the fiscal cliff, after a closed GOP meeting at Capitol Hill in Washington, December 5, 2012. REUTERS/Yuri Gripas (UNITED STATES - Tags: POLITICS BUSINESS)