Kaum Hoffnung für vermisste Seeleute in der Nordsee

Donnerstag, 6. Dezember 2012, 13:09 Uhr
 

Amsterdam (Reuters) - Nach der Kollision zweier Frachtschiffe hat die niederländische Küstenwache die Suche nach sieben vermissten Seeleuten fieberhaft fortgesetzt.

Der Einsatz der Rettungskräfte wurde am Donnerstag jedoch durch schwere See und Schneefälle behindert. "Die Chance, Überlebende zu finden, sind angesichts der sehr niedrigen Temperaturen äußerst gering, aber wir geben die Hoffnung nicht auf", sagte ein Vertreter der Küstenwache. Mindestens vier Menschen wurden am Mittwoch beim Zusammenstoß des Autotransporters "The Baltic Ace" mit dem zyprischen Containerschiff "Corvus J" getötet. 13 der 24 Seeleute der "Baltic Ace" konnten lebend aus der eiskalten See geborgen werden.

Die beiden Schiffe waren aus zunächst ungeklärter Ursache am Mittwochabend rund 50 Seemeilen (knapp 90 Kilometer) vor Rotterdam in der Nordsee zusammengestoßen. Die unter der Flagge der Bahamas fahrende "Baltic Ace" sank nach Angaben der Küstenwache vollständig. Der Autofrachter war in dem Unwetter auf dem Weg von Zeebrügge in Belgien nach Kotka in Finnland. "Die Corvus J" war unterwegs von Grangemouth in Schottland nach Antwerpen in Belgien.