US-Militär tötet offenbar Al-Kaida-Führer in Pakistan

Samstag, 8. Dezember 2012, 13:00 Uhr
 

Peshawar (Reuters) - Dem US-Militär ist offenbar in Pakistan erneut ein schwerer Schlag gegen Al-Kaida gelungen.

Bei einem Drohnenangriff im Nordwesten des Landes sei mit Abu Said ein weiteres Mitglied aus der Führungsriege der Extremisten-Organisation getötet worden, sagten Vertreter von Stämmen in dem Gebiet an der Grenze zu Afghanistan am Samstag. Das unbemannte US-Flugzeug habe einen Al-Kaida-Unterschlupf in Nord-Waziristan beschossen, in dem sich Said erst seit einigen Tagen aufgehalten habe. Said war Nachfolger des im Juni ebenfalls bei einem US-Drohnenangriff ums Leben gekommenen Abu Jahja al-Libi, der als führender Stratege und Nummer zwei der Extremisten sowie als enger Vertrauter des im vergangenen Jahr getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden galt.

In pakistanischen Sicherheitskreisen wurde zwar der Tod eines Al-Kaida-Anführers bestätigt, nicht aber dessen Name und Rang. Seit der Tötung Bin Ladens durch US-Soldaten in Pakistan im Mai 2011 ist es dem US-Militär mit zahlreichen Luftschlägen gelungen, die Al-Kaida-Führung weiter zu schwächen. Die Extremisten werden inzwischen von dem Ägypter Aiman al-Sawahiri angeführt.