USA versetzen Al-Kaida schwere Schläge in Pakistan

Sonntag, 9. Dezember 2012, 13:31 Uhr
 

Peshawar (Reuters) - Dem US-Militär sind erneut schwere Schläge gegen die radikal-islamische Al-Kaida in Pakistan gelungen.

Wie am Wochenende aus Geheimdienstkreisen verlautete, wurde am Donnerstag bei einem Drohnenangriff im Nordwesten des Landes mit Abu Said ein weiteres Mitglied aus der Führungsriege der militanten Organisation getötet. Das unbemannte Flugzeug habe einen Unterschlupf in Nord-Waziristan an der afghanischen Grenze beschossen, in dem sich Said seit einigen Tagen aufgehalten habe. Am Sonntag sei in der Region zudem der Al-Kaida-Anführer Mohammad Ahmed Almansoor gemeinsam mit drei anderen Menschen getötet worden. Eine Drohne habe Raketen auf ein Haus abgefeuert, in dem sich der Extremist befunden habe.

Said war Nachfolger des im Juni ebenfalls bei einem US-Drohnenangriff ums Leben gekommenen Abu Jahja al-Libi, der als führender Stratege und Nummer zwei der Extremisten sowie als enger Vertrauter des früheren Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden galt. Seit der Tötung Bin Ladens durch US-Soldaten in Pakistan im Mai 2011 ist es dem amerikanischen Militär mit zahlreichen Drohnenangriffen gelungen, die Al-Kaida-Führung zu schwächen. Die Extremisten werden inzwischen von dem Ägypter Aiman al-Sawahiri angeführt.

US-Präsident Barack Obama hatte kurz nach seinem Amtsantritt Anfang 2009 das Militär angewiesen, im Kampf gegen die Taliban und Al-Kaida in Afghanistan und Pakistan verstärkt auf Drohnen zu setzen. Diese Taktik ist allerdings in beiden Ländern umstritten. Insbesondere Pakistan sieht darin eine Verletzung seiner nationalen Souveränität.