Obama fordert weiteren Einsatz für strengeres Waffenrecht

Freitag, 21. Dezember 2012, 14:10 Uhr
 

Washington (Reuters) - Eine Woche nach dem Massaker an einer amerikanischen Grundschule hat Präsident Barack Obama den Befürwortern eines strengeren Waffenrechts den Rücken gestärkt.

Sie dürften in ihrem Kampf für schärfere Kontrollen nicht nachlassen, sagte Obama in einer Video-Botschaft an mehrere Hunderttausend US-Bürger, die eine entsprechende Petition auf der Internetseite des Weißen Hauses unterzeichnet hatten. In der Kleinstadt Newtown in Connecticut waren am vergangenen Freitag 20 Kinder und mehrere Erwachsene im Kugelhagel eines jungen Mannes gestorben. Die Tragödie löste eine landesweite Debatte um eine Reform des vergleichsweise liberalen Schusswaffenrechts der USA aus, die jahrelang am Widerstand vieler Amerikaner gescheitert war.

"Ich brauche Ihre Hilfe", bat Obama in dem Video. Die Befürworter schärferer Waffengesetze müssten den Druck auf die Abgeordneten aufrechterhalten. "Rufen Sie Ihre Kongressvertreter so oft an wie nötig, bekennen Sie Farbe und sagen Sie im Namen unser aller Kinder: 'Es reicht'." Die meisten Opfer des jüngsten Massakers waren Grundschüler. In einigen Leichen wurden bis zu elf Kugeln gefunden. Der Präsident will den Kongress dazu bewegen, den Verkauf von Sturmgewehren und besonders großen Magazinen zu verbieten sowie den bisher weitgehend unkontrollierten Handel mit Waffen auf einschlägigen Messen strenger zu kontrollieren. Obamas Regierungsmannschaft soll die Reformvorschläge noch im Januar vorlegen.

 
U.S. President Barack Obama looks down as he walks from the rostrum after speaking at a vigil held at Newtown High School for families of victims of the Sandy Hook Elementary School shooting in Newtown, Connecticut December 16, 2012. REUTERS/Kevin Lamarque