Iran kündigt Hilfe für Palästinenser in Syrien an

Samstag, 22. Dezember 2012, 12:01 Uhr
 

Dubai (Reuters) - Der Iran will Palästinenser in einem von Rebellen gehaltenen Gebiet in Syrien mit Hilfsgütern versorgen.

In den kommenden Tagen werde die Islamische Republik Lebensmittel, Decken und Medikamente in das Flüchtlingslager Jarmuk liefern, sagte Irans Botschafter in Syrien, Mohammed Resa Scheibani, am Samstag der Nachrichtenagentur Mehr. Die Rebellen hatten das Lager in dem gleichnamigen Bezirk unweit vom Zentrum der Hauptstadt Damaskus nach heftigen Kämpfen eingenommen. Nach eigenen Angaben haben sie es am Donnerstag an diejenigen Palästinenser in Syrien übergeben, die sich dem seit 21 Monaten anhaltenden Kampf gegen Präsident Baschar al-Assad angeschlossen haben.

Der Iran ist einer der wichtigsten Unterstützer von Assad. Der Westen wirft ihm vor, zur Bekämpfung der Aufständischen Waffen an syrische Regierungstruppen zu liefern. Der Iran weist dies zurück.

Tausende Bewohner von Jarmuk sind wegen der Kämpfe um das Lager geflohen. Zum Teil haben sie sich in den Libanon abgesetzt, viele ließen sich aber lediglich in anderen Stadtteilen von Damaskus nieder. Insgesamt leben in Syrien etwa eine halbe Million Palästinenser und deren Nachkommen. Ihre Haltung in Syriens Bürgerkrieg ist gespalten. Während viele zu Assad stehen, haben sich zahlreiche Palästinenser den Aufständischen angeschlossen, die seit 21 Monaten versuchen, den Staatschef zu stürzen.