UN wollen erneut über Waffenabkommen beraten

Dienstag, 25. Dezember 2012, 11:00 Uhr
 

New York (Reuters) - Die Vereinten Nationen wollen erneut über ein Abkommen zur Regulierung des internationalen Waffenhandels beraten.

Die UN-Vollversammlung stimmte am Montag dafür, im März über einen entsprechenden Entwurf zu verhandeln. Im Sommer waren die Gespräche ohne Ergebnis geblieben. UN-Delegierte warfen damals US-Präsident Barack Obama vor, wegen des Wahlkampfes ein Abkommen verhindert zu haben. Die mächtige amerikanische Waffenlobby-Organisation NRA ist strikt gegen das Vorhaben und hat die US-Regierung unter Druck gesetzt, den Vertrag abzulehnen, obwohl nur Exporte betroffen wären.

Mit dem Abkommen soll der internationale Handel mit konventionellen Waffen besser kontrolliert werden. Darunter fallen Rüstungsgüter wie Kriegsschiffe, Panzer oder Maschinengewehre. Die US-Regierung will nach eigenem Bekunden den illegalen Waffenhandel bekämpfen und zugleich darauf achten, dass rechtmäßige Geschäfte nicht beeinträchtigt werden. Zudem solle nicht das Recht auf Waffen eingeschränkt werden, das in den USA in der Verfassung steht. Die Diskussion über das US-Waffenrecht war nach dem Schulmassaker in Connecticut wieder aufgekommen.