Papst fordert Platz für Gott in schnelllebiger Welt

Dienstag, 25. Dezember 2012, 11:04 Uhr
 

Rom (Reuters) - Papst Benedikt XVI. hat zu Weihnachten die Gläubigen aufgefordert, auch in einer schnelllebigen Welt einen Platz für Gott zu schaffen.

"Je schneller wir uns bewegen können, je zeitsparender unsere Geräte werden, desto weniger Zeit haben wir", kritisierte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche am Montag beim Weihnachtsgottesdienst im Petersdom.

Die Frage nach Gott erscheine nie dringend, weil die Zeit schon ausgefüllt sei. "Es gibt keinen Platz für ihn. Auch in unserem Fühlen und Wollen ist kein Raum für ihn da. Wir wollen uns selbst", sagte der 85-jährige Papst bei der Christmette.

Zudem forderte er Frieden zwischen Israelis und Palästinensern sowie in Ländern wie dem Libanon, Syrien oder dem Irak. Am Dienstagmittag wird Benedikt auf dem Petersplatz den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" erteilen.