Obama: Negative Folgen für Märkte ohne Einigung im Etatstreit

Sonntag, 30. Dezember 2012, 15:49 Uhr
 

Washington (Reuters) - US-Präsident Barack Obama warnt vor weitreichenden Folgen für die Märkte, sollte der Kongress keine Einigung im US-Haushaltsstreit finden.

Er setze nach wie vor auf eine Lösung des Streits, sagte Obama in einem am Samstag aufgezeichneten Interview des Fernsehsenders NBC. "Wir können es schaffen. Sowohl Demokraten als auch Republikaner wollen nicht, dass die Steuern für den Mittelstand steigen. Da sind wir uns alle einig", sagte der Präsident. Sollten diese Steuererhöhungen abgewendet werden, sei der größte Brocken in dem Streit beiseitegeschafft. "Das Schlimmste haben wir dann vermieden."

Kommt bis Montag keine Einigung zustande, treten automatisch massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Kraft, die auf Dauer zu einer schweren Belastung für die weltgrößte Volkswirtschaft werden könnten. Zudem könnte sich dies nachteilig auf die Märkte auswirken, sagte Obama. Seit seiner Wiederwahl Anfang November ist der Haushaltsstreit das vorherrschende Thema an den weltweiten Aktienmärkten.

 
U.S. President Barack Obama makes a statement to reporters after meeting with congressional leaders at the White House in Washington December 28, 2012. Obama held out hope for a last-minute agreement to avoid the fiscal cliff of tax increases and spending cuts after a meeting with congressional leaders, scolding Congress for leaving the problem unresolved until the eleventh hour. REUTERS/Jonathan Ernst (UNITED STATES - Tags: POLITICS BUSINESS)