Drei Frauen in Schweizer Bergdorf erschossen

Donnerstag, 3. Januar 2013, 14:37 Uhr
 

Daillon (Reuters) - In einem Schweizer Bergdorf hat ein ehemaliger Psychiatrie-Patient drei Frauen erschossen und zwei Männer verletzt.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, schoss der Mann am Mittwochabend zunächst von seiner Wohnung im Weiler Daillon im Kanton Wallis auf Passanten und in benachbarte Gebäude. Später sei er auf die Straße gegangen. Insgesamt habe der Mann wohl mehr als 20 Schüsse abgefeuert. Der 33-Jährige sei dann von Polizisten angeschossen und in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die 32, 54 und 79 Jahre alten getöteten Frauen wurden den Angaben zufolge in der Brust und am Kopf getroffen. Die 32-Jährige sei die Ehefrau einer der verletzten Männer gewesen. Das Paar habe kleine Kinder, sagte Staatsanwältin Catherine Seppey vor Journalisten.

Der Polizei zufolge war der Schütze 2005 Patient in einer psychiatrischen Klinik. Er sei arbeitslos, lebe von einer Invalidenrente und sei wegen Marihuana-Konsums registriert. Bei seiner Tat habe er einen historischen Armee-Karabiner und eine Schrotflinte verwendet. Woher der Mann die Waffen hatte, ist unklar. 2005 waren seine Waffen beschlagnahmt und vernichtet worden.