Chavez-Vereidigung könnte wegen Krankheit verschoben werden

Samstag, 5. Januar 2013, 13:21 Uhr
 

Caracas (Reuters) - Die schwere Krankheit des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez macht nach Ansicht der Regierung keine Neuwahlen erforderlich.

Die für Donnerstag geplante Vereidigung vor dem Obersten Gericht für eine dritte Amtszeit könne verschoben werden, sagte Vizepräsident Nicolas Maduro am Freitag im staatlichen Fernsehen. Es sei nur eine Formalität. Es gebe keinen Grund, von einer permanenten Abwesenheit vom Amt zu sprechen. Sollte dieser Fall dennoch eintreten müsste es nach venezolanischem Recht innerhalb von 30 Tagen Neuwahlen geben. Die konservative Opposition sieht dies gegeben, sollte Chavez den Vereidigungstermin nicht wahrnehmen können.

Der Zustand des sozialistischen Staatschefs hatte sich zuletzt offenbar weiter verschlechtert. Der 58-Jährige leidet nach seiner vierten Krebs-Operation an einer schweren Lungenentzündung. Gerüchten zufolge ist er dem Tode nahe. Seit über drei Wochen hat sich Chavez, der in einem Krankenhaus in der kubanischen Hauptstadt Havanna behandelt wird, nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt und auch nichts von sich hören lassen.

 
Venezuela's Vice President Nicolas Maduro speaks while holding a copy of his country's constitution during an interview in Caracas January 4, 2013. President Hugo Chavez's formal swearing-in for a new six-year term scheduled for January 10 can be postponed if he is unable to attend due to his battle to recover from cancer surgery, Maduro said on Friday. REUTERS/Miraflores Palace/Handout (VENEZUELA - Tags: POLITICS HEALTH) FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS