Piraten am Horn von Afrika auf dem Rückzug - Kaum noch Angriffe

Montag, 7. Januar 2013, 13:48 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Piratenangriffe auf den wichtigen Seehandelsrouten am Horn von Afrika sind im vergangenen Jahr drastisch zurückgegangen.

2012 hätten die Piraten nur noch fünf Schiffe in ihre Gewalt gebracht nach noch 25 im Vorjahr, erklärte das Bundesverteidigungsministerium am Montag in Berlin. Die Zahl der versuchten Angriffe sei auf 30 von 151 gesunken. Eine Trendwende scheine erreicht, erklärte das Ministerium. Eine Ursache für den Umschwung sei der multinationale Marine-Einsatz in der Region, an dem auch die Bundeswehr beteiligt ist. Aber auch der bessere Schutz der Handelsschiffe zeige Wirkung: Die Reedereien rüsteten ihre Schiffe mittlerweile mit bewaffneten Sicherheitsleuten, Stacheldraht an der Reling, Wasserkanonen und Schutzräumen aus.

Im Rekordjahr 2010 waren in der Region 47 Schiffe entführt worden. Durch das Seegebiet vor Somalia und den Golf von Aden führt die wichtigste Handelsroute zwischen Europa, der arabischen Halbinsel und Asien. Die Bundeswehr beteiligt sich seit Dezember 2008 an dem europäischen Marine-Einsatz unter dem Namen "Atalanta" und ist derzeit mit einer Fregatte und einem Aufklärungsflugzeug vor Ort.