Hilfsorganisation - Syrien lässt Häftlinge frei

Mittwoch, 9. Januar 2013, 11:27 Uhr
 

Istanbul (Reuters) - Syrien lässt nach Angaben einer türkischen Hilfsorganisation 2130 zivile Häftlinge frei im Austausch gegen 48 Iraner, die von den Rebellen festgehalten werden.

Die Rebellentruppe Al-Baraa hatte die Iraner im August gefangengenommen und ursprünglich ihre Hinrichtung angekündigt. Nach ihrer Darstellung sind die Iraner Angehörige der Revolutionsgarde, die zur Unterstützung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in das Land geschickt worden waren. Der Iran bezeichnete die Landsleute als Pilger, die schiitische Heiligtümer besuchen wollten. Auch das staatliche iranische Fernsehen meldete am Mittwoch die Freilassung der Iraner.

Die türkische Hilfsorganisation IHH erklärte, die meisten Häftlinge, die freigelassen werden sollten, seien Syrer. Unter ihnen seien aber auch einige Türken sowie andere Ausländer. Eine Bestätigung der syrischen Regierung gab es zunächst nicht. Einem Bericht der amtlichen türkischen Nachrichtenagentur Anatolien zufolge wurde der Austausch von der Türkei und Katar vermittelt.

Die Organisation IHH wurde im Mai 2010 bekannt, als sie versuchte, mit einem Schiff die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Bei der Erstürmung ihres Schiffes durch israelische Soldaten waren neun Türken getötet worden.