Medien - Russisch-amerikanisches Treffen zu Syrien am Freitag

Mittwoch, 9. Januar 2013, 15:19 Uhr
 

Moskau/Kobbat Beschomra (Reuters) - Russland und die USA wollen einem Medienbericht zufolge am Freitag in Genf mit den internationalen Gesandten Lakhdar Brahimi neue Gespräche über den Syrien-Konflikt führen.

Die Nachrichtenagentur Interfax berief sich am Mittwoch auf den russischen Vize-Außenminister Michail Bogdanow. Es wäre das dritte derartige Treffen innerhalb von zwei Monaten. Die Regierungen in Moskau und Washington unterstützen zwar beide Brahimis Versuche, ein Ende des seit fast 22 Monaten anhaltenden Bürgerkriegs herbeizuführen. Allerdings sind sie sich uneins, ob ein Rücktritt von Präsident Baschar al-Assad eine Bedingungen für Verhandlungen sein sollte, wie es die Rebellen verlangen.

In dem Konflikt sind schätzungsweise mehr als 60.000 Menschen getötet worden. Die Vereinten Nationen warnten am Dienstag, dass etwa eine Million Syrer Hunger litten, weil sie von der Versorgung abgeschnitten seien. Zudem sind Hunderttausende Bürger vor den Kämpfen ins Ausland geflohen. Während einige Staaten wie die Türkei und Jordanien für sie Lager errichtet haben, sind die Menschen besonders im benachbarten Libanon oft auf sich selbst angewiesen. Hier ist die Bevölkerung ähnlich wie in Syrien in verschiedene, zum Teil feindlich gesinnte Gruppen gespalten. Die Zahl der syrischen Flüchtlinge im Libanon beträgt knapp 190.000 und entspricht damit inzwischen fast fünf Prozent der Bevölkerung.