Berlusconi - Würde Draghi als Präsident Italiens unterstützen

Dienstag, 15. Januar 2013, 15:21 Uhr
 

Rom (Reuters) - Der frühere Regierungschef Silvio Berlusconi hat sich für EZB-Chef Mario Draghi als neuen italienischen Präsidenten ausgesprochen.

Falls eine Mehrheit Draghi vorschlagen würde, würde er für ihn stimmen, sagte Berlusconi am Dienstag. Die Europäische Zentralbank schloss Draghi als Nachfolger von Giorgio Napolitano jedoch aus. Draghis Amtszeit an der Spitze der EZB laufe bis Oktober 2019. Er sei entschlossen, die gesamten acht Jahre im Amt zu bleiben, sagte ein EZB-Sprecher in Frankfurt.

Italiens neuer Präsident wird nach den Wahlen Ende Februar bestimmt. Die Entscheidung liegt bei beiden Kammern des Parlaments und Vertretern der 20 Regionen des Landes. Der in zahlreiche Skandale verwickelte Milliardär Berlusconi hatte überraschend auf eine Spitzenkandidatur verzichtet und ein Bündnis mit der Lega Nord geschlossen. Berlusconi will in einer neuen Regierung Wirtschaftsminister werden.