Mehr als 30 Tote bei Anschlägen im Irak

Mittwoch, 16. Januar 2013, 17:58 Uhr
 

Kirkuk (Reuters) - Mehrere Anschläge im Irak haben am Mittwoch ein Schlaglicht auf die zunehmenden Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen geworfen.

Mehr als 30 Menschen starben bei den Attentaten. In Kirkuk im Norden des Landes zündete ein Selbstmordattentäter nach offiziellen Angaben eine Autobombe vor dem Büro der Demokratischen Partei Kurdistans. Mindestens 21 Menschen seien dabei getötet und 170 verletzt worden, teilte die Polizei mit. Weitere drei Menschen starben bei einem Anschlag vor dem Büro einer anderen kurdischen Partei in Tus Churmato. 37 Menschen wurden verwundet. Bei weiteren Anschlägen in Bagdad und Baidschi starben sieben Polizisten und Soldaten.

Hintergrund der Gewaltwelle sind die wachsenden Spannungen zwischen den Schiiten, die von Ministerpräsident Nuri al-Maliki repräsentiert werden, sowie den Minderheiten der Sunniten und Kurden. Maliki liegt im Streit mit den Kurden wegen der Ölförderung in ihrem autonomen Gebiet. Außerdem sieht er sich mit Protesten der Sunniten konfrontiert, die seinen Rücktritt fordern. Die sunnitische Minderheit dominierte den Irak während der Herrschaft des Diktators Saddam Hussein.

 
Iraqi civil defence personnel inspect a damaged building after a suicide bomb blast attack in Kirkuk, 250 km (155 miles) north of Baghdad January 16, 2013. The suicide bomber killed 10 people in Iraq's Kirkuk on Wednesday after he detonated his explosive-packed truck outside a Kurdish party office in the city caught in a dispute between Baghdad and the country's autonomous Kurdistan, officials said. REUTERS/Ako Rasheed (IRAQ - Tags: POLITICS CIVIL UNREST)