Bundesbank sagt Hilfe für Bangladesch wegen Todesstrafe ab

Donnerstag, 17. Januar 2013, 15:17 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Die Bundesbank hat eine Kooperation mit Bangladesch bei der Vorbeugung von Geldfälschung vorerst auf Eis gelegt.

Auslöser seien Berichte, das südostasiatische Land wolle schwere Fälle von Geldfälschung in Zukunft mit der Todesstrafe ahnden, teilte die Bundesbank am Donnerstag in Frankfurt mit. "Diese Pläne waren der Bundesbank nicht bekannt, als sie im Rahmen ihrer technischen Zentralbankkooperation Beratung und Schulung zur Falschgeldprävention angeboten hat." Das Projekt sollte ursprünglich im Februar starten.

"Die Bundesbank ist zwar der Auffassung, dass Geldfälschung ein ernst zu nehmender Straftatbestand ist, hält aber die Androhung der Todesstrafe für unmäßig." Sollte Bangladesch die Pläne nicht fallen lassen, werde das Beratungsprojekt in Bangladesch beendet bevor es begonnen hat, hieß es in der Mitteilung. Die Bundesbank berät weltweit seit Jahrzehnten Notenbanken in Sachen Geldwesen und Falschgeldprävention.