Hollande will Finanzsteuer für EU-Jugendprogramme nutzen

Montag, 21. Januar 2013, 18:58 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Frankreichs Präsident Francois Hollande hat vorgeschlagen, einen Teil der Einnahmen aus der geplanten Finanztransaktionssteuer für den Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit in Europa auszugeben.

"Ich bin dafür, dass es entsprechende europäische Programme gibt und dass wir dafür die notwendigen Quellen finden", sagte Hollande am Montag in Berlin bei einer gemeinsamen Diskussionsveranstaltung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel mit deutschen und französischen Jugendlichen. "Zum Beispiel könnte man einen Teil der Einnahmen aus der Finanztransaktionssteuer für Bildungsprogramme benutzen." Ein neuer Fonds könnte etwa die Mobilität arbeitsloser Jugendlichen in Europa finanzieren helfen.

Mit Hinweis auf die hohe Jugendarbeitslosigkeit mahnte Hollande, die Jugendlichen müssten Europas als Hoffnung begreifen und nicht nur als eine Einrichtung, die dafür sorgt, dass man den Gürtel enger schnallen müsse. Sowohl Merkel als auch Hollande sprachen sich dafür aus, dass bei den anstehenden Verhandlungen über den EU-Finanzrahmen bis 2020 das Erasmus-Programm für den Austausch europäischer Stundenten nicht gekürzt werden sollte.

Hollande schlug zudem vor, dass sich die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone und der Euro-Aspiranten noch häufiger treffen sollten als bisher, um sich enger abzustimmen. Die Regierungschefs sollten nicht nur zu Krisengesprächen zusammenkommen.