Ägypten spricht sich gegen Militäreinsatz in Mali aus

Dienstag, 22. Januar 2013, 08:14 Uhr
 

Riad (Reuters) - Ägyptens Präsident Mohammed Mursi hat sich gegen militärische Interventionen in Mali ausgesprochen.

Dies würde nur den Konflikt in der Region anfachen, sagte Mursi am Montag zum Auftakt einer Konferenz arabischer Staaten in Riad. Benötigt werde eine friedliche Intervention "und es müssen Gelder für Entwicklungshilfe ausgegeben werden". Der arabische Norden dürfe nicht vom afrikanischen Kerngebiet getrennt werden.

In Mali kämpfen französische und afrikanische Soldaten gegen Islamisten, die den Norden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht haben. Mursi wurde als Kandidat der Muslimbruderschaft Präsident. Die Bewegung sieht den westlichen Einfluss im Nahen Osten als eine Ursache von gesellschaftlichen Problemen und Armut.

 
Diabaly residents look at charred pickup trucks destroyed by French airstrikes in Diabaly, Mali, January 21, 2013. REUTERS/Joe Penney (MALI - Tags: CIVIL UNREST POLITICS CONFLICT)