Mindestens 20 Tote bei Selbstmordanschlag im Irak

Mittwoch, 23. Januar 2013, 17:35 Uhr
 

Bagdad (Reuters) - Bei einem Anschlag in einer schiitischen Moschee im Nordirak hat ein Selbstmordattentäter am Mittwoch mindestens 20 Menschen mit in den Tod gerissen.

Der Attentäter habe seinen Sprengsatz inmitten einer Trauergemeinde in der Ortschaft Tus Churmato, rund 170 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad, gezündet, teilte die Polizei mit. 35 Menschen seien verletzt worden. Wer hinter der Tat steht, ist nach Angaben der Behörden noch unklar.

Innerhalb einer Woche kam es im Irak zu mehreren Anschlägen mit Dutzenden Toten. Hintergrund der Gewaltwelle sind die wachsenden Spannungen zwischen den Schiiten, die von Ministerpräsident Nuri al-Maliki repräsentiert werden, sowie den Minderheiten der Sunniten und Kurden. Ein Jahr nach dem Abzug der US-Truppen versuchen mit Al-Kaida verbündete sunnitische Extremistengruppen einen Religionskonflikt zu entfachen. Während der Herrschaft Saddam Husseins dominierten die Sunniten den Irak.