Zypern geht gegen Geldwäsche-Vorwürfe in die Offensive

Donnerstag, 24. Januar 2013, 08:11 Uhr
 

Nikosia (Reuters) - Das vor dem finanziellen Abgrund stehende Zypern wehrt sich gegen Vorwürfe der Geldwäsche.

"Wir haben über die Notwendigkeit gesprochen, dass das Parlament gegen solche Anschuldigungen vorgehen soll", sagte der Sprecher des Abgeordnetenhauses, Yiannakis Omirou, am Mittwoch. Die politischen Parteien des Mittelmeerlandes wollten noch in diesem Monat mit europäischen Politikern in Kontakt treten, um die Behauptungen zu entkräften. Auch die Regierung stieß ins gleiche Horn. "Dieser Krieg, den einige Kreise gegen Zypern erklärt haben, muss aufhören", sagte Regierungssprecher Stefanos Stefanou.

Zypern hat beim Euro-Rettungsschirm ESM einen Antrag auf Hilfen von insgesamt 17,5 Milliarden Euro gestellt, nachdem seine Banken in den Strudel der Griechenland-Krise geraten waren. Davon sollen zehn Milliarden Euro zur Rettung der Banken eingesetzt werden. Mit einer Entscheidung der Euro-Finanzminister wird frühestens im März gerechnet. Im Raum steht der Vorwurf, die Regierung in Nikosia gehe zu lasch gegen Geldwäsche russischer Oligarchen vor und betreibe mit einem Steuersatz für Unternehmen von nur zehn Prozent Steuerdumping.