Real Madrid und Barcelona umsatzstärkste Fußballclubs der Welt

Donnerstag, 24. Januar 2013, 14:54 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Die schwere Wirtschaftskrise im eigenen Land kann dem spanischen Fußball nichts anhaben:

Die beiden Spitzenvereine Real Madrid und FC Barcelona waren in der vergangenen Saison erneut die weltweit umsatzstärksten Fußballclubs, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Rangliste des Firmendienstleisters Deloitte hervorgeht. Real Madrid, 32-facher spanischer Fußballmeister, war dazu der erste Sportverein überhaupt, der mit 513 Millionen Euro einen Jahresumsatz von mehr als einer halben Milliarde Euro erzielte. Zu den Spielen der spanischen Erzrivalen Madrid und Barcelona kommen oft mehr als 80.000 Zuschauer, und eine weltweite Fan-Basis sorgt für gute Umsätze mit Trikots und anderen Fan-Artikeln. Außerdem dürfen die beiden Clubs ihre TV-Rechte selbst vermarkten und müssen sie nicht - wie in anderen europäischen Ländern üblich - über die Liga verkaufen.

Der FC Barcelona nahm in der Saison 2011/12 rund 483 Millionen Euro ein. Dritter der Rangliste war der britische Erstligist Manchester United mit 396 Millionen Euro - trotz einer enttäuschenden Saison ohne Titel. Auf Platz vier kam der deutsche Rekordmeister Bayern München (368 Mio Euro), noch vor dem britischen Champions-League-Gewinner Chelsea (323 Mio Euro) und dessen Liga-Konkurrenten Arsenal (290 Mio Euro). "Dass die Top 6 der Liste die gleichen geblieben sind, zeigt, dass diese Clubs die meisten Fans und deshalb größten Umsätze haben, sowohl im eigenen Land als auch international", erläuterte Dan Jones, Sportexperte bei Deloitte.

Insgesamt stieg der Umsatz der zwanzig besten Clubs dank lukrativer TV-Rechte- und Sponsorenverträge um zehn Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Das entspricht mehr als einem Viertel der Gesamteinnahmen aller europäischer Fußballvereine und zeigt das große Loch zwischen den Spitzenvereinen und dem großen Rest der Clubs. Unter den zwanzig umsatzstärksten Clubs sind sieben britische, fünf italienische und vier deutsche - neben Bayern München sind das der amtierende Deutsche Meister Borussia Dortmund, der FC Schalke 04 und der Hamburger SV.

 
Bayern Munich's President Uli Hoeness (L), Sports Director Matthias Sammer (C) and CEO Karl-Heinz Rummenigge pose for the media after a news conference in Munich July 3, 2012. REUTERS/Michaela Rehle (GERMANY - Tags: SPORT SOCCER)