Polizei-Einsatz gegen streikende U-Bahn-Arbeiter in Athen

Freitag, 25. Januar 2013, 07:50 Uhr
 

Athen (Reuters) - Bereitschaftspolizisten haben am Freitag in Athen ein von streikenden Arbeitern besetztes U-Bahn-Depot gestürmt.

Die Streikenden hatten eine Anordnung der Regierung missachtet, die Arbeit wieder aufzunehmen. Im Rahmen eines Notstandsgesetzes hatte sie den Mitarbeitern der Verkehrsbetriebe am Vortag mit einer Festnahme gedroht, sollten sie den Streik nicht beenden.

Die Polizisten hätten sich mit Gewalt Zugang zu dem Depot verschafft, wo rund 90 Arbeiter ausgeharrt hätten, sagte ein Polizeisprecher. Mindestens zehn U-Bahn-Mitarbeiter seien festgenommen worden. Eine Frau sei mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Als Zeichen der Solidarität schlossen sich am Freitag die Angestellten von Busbetrieben und der Eisenbahnen dem Streik an.

Die Gewerkschaften hatten Widerstand gegen die Anordnung der Regierung angekündigt. "Wir werden nicht nachgeben, wir werden standhalten", erklärte ein Sprecher der Arbeitnehmervertreter. Mit dem Streik wollen die U-Bahnfahrer eine deutliche Senkung ihrer Gehälter verhindern. In der Regierungskoalition ist die Maßnahme umstritten.

Im Gegenzug für milliardenschwere Hilfen von seinen internationalen Geldgebern muss das krisengeschüttelte Griechenland einen harten Sparkurs fahren und Reformen umsetzen.

 
A striking worker and his son stand outside a metro depot in Athens January 24, 2013. Greece's government ordered striking transport staff back to work on Thursday, threatening them with arrest if they refuse to end an eight-day walkout that has paralysed the Athens subway. Workers said they would defy the order, issued under emergency legislation the conservative-led government invoked for the first time since taking power in June. The banner reads, "Strike" REUTERS/John Kolesidis (GREECE - Tags: CIVIL UNREST POLITICS BUSINESS EMPLOYMENT TRANSPORT)