Malische Regierungstruppen stoßen weiter Richtung Norden vor

Freitag, 25. Januar 2013, 11:37 Uhr
 

Segou (Reuters) - Nach der Einnahme der Ortschaft Douentza sind die malischen Regierungstruppen am Freitag weiter in den Norden vorgedrungen.

Sie hätten die Stadt Hombori erreicht, die etwa 160 Kilometer südlich der Rebellenhochburg Gao liege, verlautete aus Militärkreisen. Die Offensive war mit französischen Luftangriffen vorbereitet worden. Fast zwei Wochen lang haben Kampfflugzeuge Stellungen der Islamisten sowie deren Fahrzeuge und Lager bombardiert.

An dem Einsatz gegen die Islamisten, die den gesamten Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht haben, sollen sich auch Soldaten aus anderen Staaten der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas beteiligen. Die ersten von ihnen - 160 Soldaten aus Burkina Faso - wurden am Donnerstag in die zentralmalische Stadt Markala verlegt. Frankreich hat rund 2150 Soldaten in dem Einsatzgebiet.

Die französischen Truppen kämpfen an der Seite der malischen Armee seit zwei Wochen gegen die islamistischen Rebellen. Frankreich hatte eingegriffen, nachdem die Rebellen in Richtung der Hauptstadt Bamako im Süden des Landes vorgestoßen waren.

Die Bundeswehr unterstützt den Kampfeinsatz der Ecowas logistisch mit zwei Transportflugzeugen, die Truppen nach Mali fliegen sollen. Eine direkte Beteiligung am Kampfeinsatz schließt die Bundesregierung bisher aus.