Spiegel - Al-Kaida will Deutsche in Libyen entführen

Sonntag, 27. Januar 2013, 12:21 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die radikal-islamische Al-Kaida will einem Magazinbericht zufolge gezielt Deutsche und Briten in Libyen entführen.

Al-Kaida und andere militante Gruppen bereiteten nach Information des Bundesnachrichtendienstes (BND) in der Region der Hafenstadt Bengasi Überfälle vor, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Sonntag. Dem BND zufolge seien Kaida-Kämpfer nach dem Überfall auf das algerische Gasfeld Ain Amenas nach Libyen ausgewichen. Die Bundesregierung hat alle Deutschen dringend aufgerufen, die Region sofort zu verlassen, dafür bislang aber keine konkrete Begründung gegeben.

Die britische Regierung hat ihre Bürger ebenfalls gewarnt. Auch Kanada, Australien und die Niederlande forderten ihre Bürger, Bengasi zu verlassen. Die libysche Regierung hält dem "Spiegel" zufolge die Warnungen für überzogen.

Erst vor kurzem hatten Unbekannte einen italienischen Konsul überfallen. Im vergangenen Jahr war der US-Botschafter bei einem Angriff auf das Konsulat in der Hafenstadt getötet worden.