Clinton lässt in gemeinsamem Interview mit Obama Zukunft offen

Montag, 28. Januar 2013, 08:32 Uhr
 

Washington (Reuters) - Die scheidende US-Außenministerin Hillary Clinton hält sich bedeckt zu ihrer politischen Zukunft.

In einem gemeinsamen Fernsehinterview mit Präsident Barack Obama wies sie insbesondere Fragen zurück, ob sie bei der Präsidentenwahl 2016 für die Demokraten antreten wolle. Sie könne keine Vorhersagen über die nähere Zukunft oder nächstes Jahr machen, sagte die 65-Jährige laut der am Sonntag veröffentlichten Mitschrift des Senders CBS. Clinton ergänzte, sie leide immer noch unter Nachwirkungen eines Blutgerinnsels in ihrem Kopf, das eine Krankenhausbehandlung erforderlich gemacht hatte.

Obama würdigte Clintons Verdienste als Außenministerin, reagierte aber ebenfalls zurückhaltend auf die Frage nach einer Kandidatur der Frau des früheren Präsidenten Bill Clinton. "Es ist gerade mal vier Tage her, dass ich vereidigt wurde - und Sie sprechen über die nächsten Wahlen in vier Jahren", sagte Obama.

Hillary Clinton war 2008 in den Vorwahlen der Demokraten gegen Obama angetreten, der sich dann aber durchsetzte und schließlich ins Weiße Haus einzog. Zur Überraschung vieler machte er Clinton zur Außenministerin. Nach Ablauf ihrer Amtszeit soll sie nun von John Kerry abgelöst werden, der selbst den Präsidentenwahlkampf 2004 gegen Amtsinhaber George W. Bush verloren hatte. Zahlreiche Demokraten hoffen, dass Clinton 2016 antritt. Sie hat angekündigt, sich für eine gewisse Zeit aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen, aber keine Pläne geäußert, in den Ruhestand zu gehen.