EU-Behörde nimmt Antibaby-Pillen unter die Lupe

Montag, 28. Januar 2013, 17:51 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will neuere Antibaby-Pillen wegen möglicher Thrombose-Gefahren unter die Lupe nehmen.

Frankreich habe die Behörde gebeten zu prüfen, ob der Einsatz von Verhütungsmitteln der sogenannten dritten und vierten Generation auf Frauen beschränkt werden sollte, die keine anderen Pillen nehmen könnten, teilte die EMA am Montag in London mit. Frankreich wolle den Einsatz solcher Verhütungsmittel zugunsten älterer Präparate der sogenannten zweiten Generation einschränken.

Die Untersuchung der EMA soll feststellen, ob Veränderungen bei der Zulassung erforderlich sind - das könnte von verschärften Warnhinweisen bis zu einer Einschränkung der Verschreibung reichen. In Frankreich ist die Diskussion über die Risiken der Pille vor einigen Wochen neu aufgeflammt. So hat eine junge Frau, die Arzneimittelaufsicht und den Bayer-Konzern wegen schwerer Gesundheitsschäden nach Einnahme von dessen Pille Meliane verklagt hat.