Republikaner kritisieren Obama-Vorschlag zur Einwanderung

Mittwoch, 30. Januar 2013, 07:46 Uhr
 

Las Vegas (Reuters) - Der Vorschlag von US-Präsident Barack Obama zur Reform des Einwanderungsrechts ist von Republikanern im Senat scharf kritisiert worden.

In ersten Reaktionen auf Obamas Rede am Dienstag in Nevada bemängelten sie, dass im Gegensatz zum überparteilichen Entwurf der Kammer nicht zuallererst eine stärkere Sicherung der Grenzen vorgesehen sei. "Ich halte das für einen furchtbaren Fehler", sagte der Senator Marco Rubio. Dass der Präsident besonders bei dieser Frage versuche, die Vereinbarung zu ändern, lasse "nichts Gutes für seine Rolle in dieser Sache" ahnen. Obama hatte den Kongress zur Verabschiedung einer umfangreichen Reform aufgerufen. Anderenfalls werde er seinen eigenen Gesetzentwurf vorlegen, sagte er.

Am Montag hatten sich acht Senatoren - Republikaner und Demokraten - auf einen ersten Entwurf zu einer Reform geeinigt, die in den USA ähnlich von Bedeutung sein dürfte wie die Finanz- oder Gesundheitsreform. Sie soll den schätzungsweise elf Millionen illegal eingewanderten Menschen im Land eine Aussicht auf die amerikanische Staatsbürgerschaft bieten.