US-Demokraten dringen im Kongress auf schärfere Waffengesetze

Mittwoch, 30. Januar 2013, 16:36 Uhr
 

Washington (Reuters) - Sechs Wochen nach dem Massaker an einer Grundschule in Connecticut befasst sich erstmals der US-Kongress mit der Forderung nach strengeren Waffengesetzen.

Vor einem Senatsausschuss sollten am Mittwoch unter anderen der Chef der einflussreichen Waffenlobby NRA, Wayne LaPierre, und die bei einem Attentat schwer verletzte ehemalige Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords Stellung beziehen. Präsident Barack Obama dringt auf ein Verbot von Sturmgewehren, eine Begrenzung der Magazingröße auf zehn Kugeln und umfangreichere Kontrollen von Waffenkäufern. Die Republikaner lehnen viele der Vorschläge ab, aber auch einige Demokraten haben sich reserviert gezeigt.

Bei den Anhörungen sollte es darum gehen, eine im Senat und Repräsentantenhaus mehrheitsfähige Schnittmenge auszuloten. Nach Einschätzung des demokratischen Senators Charles Schumer dürfte dies am ehesten bei den strengeren Hintergrund-Überprüfungen von Waffenkäufern der Fall sein. Bislang müssen nur Besitzer von Waffenläden ihre Kunden überprüfen. Die Regierung schätzt, dass 40 Prozent aller Käufer solche Kontrollen umgehen, indem sie sich ihre Waffe von Privatleuten oder auf Messen besorgen.

Eine Verschärfung der Vorschriften zum Waffenbesitz ist in den USA ein höchst sensibles Thema. Allerdings zeichnete sich nach dem Massaker in Connecticut, bei dem Mitte Dezember 20 Kinder und sechs Erwachsene getötet wurden, eine größere Bereitschaft in der Bevölkerung ab, strengeren Regeln zuzustimmen.