Mursi - Blutvergießen in Syrien muss ein Ende haben

Donnerstag, 31. Januar 2013, 08:01 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Ägyptens Präsident Mohammed Mursi hat ein Ende des Blutvergießens in Syrien und eine Stärkung der Opposition in dem Land gefordert.

Die "humanitäre Katastrophe" müsse aufhören, forderte Mursi am Mittwochabend vor der Körber-Stiftung in Berlin. "Die Bemühungen zur Einigung der syrischen Opposition müssen verstärkt werden", unterstrich er. Dabei plädierte er für eine Übergangsregierung, in der alle Teile der Bevölkerung vertreten sein sollten.

Für Ägypten reklamierte Mursi generell eine "regionale Vorreiterrolle". Seine Regierung wolle sich für einen friedlichen Dialog bei der Lösung von internationalen Problemen einsetzen. Das gelte auch für den Nahost-Konflikt. Die Palästinenser hätten aber ein legitimes Recht auf Selbstbestimmung. Ihre Hoffnungen darauf habe die internationale Gemeinschaft aber bislang nicht erfüllt. Es sei legitim, wenn sich die Palästinenser gegen die israelische Besatzung palästinensischer Gebiete wehrten. Jede Besatzung sei unrecht.

Den westlichen Ländern warf Mursi vor, oft aus Eigeninteresse Unrechtsregime in vielen Staaten unterstützt zu haben. "Über Jahrzehnte hinweg haben die westlichen Staaten dazu beigetragne, das Leben von Regimen zu verlängern, die ihre Bevölkerung unterdrückten", kritisierte er. Das Ergebnis sei in der Regel unakzeptabel, auch unmenschlich gewesen. Damit müsse Schluss sein, forderte er.

 
Free Syrian Army fighter look back as they stand in front of a burning barricade during heavy fighting in the Ain Tarma neighbourhood of Damascus January 30, 2013. REUTERS/Goran Tomasevic