USA bieten Iran erneut direkte Atom-Gespräche an

Samstag, 2. Februar 2013, 12:29 Uhr
 

München (Reuters) - Die USA haben dem Iran erneut direkte Verhandlungen im Atomstreit angeboten.

Voraussetzung sei allerdings, dass es dem Land ernst sei, sagte US-Vizepräsident Joe Biden am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. "Wir müssen über die wirklichen Themen sprechen und nicht nur einfach so zusammenkommen." Außenminister Guido Westerwelle appellierte an den Iran, die Gelegenheit zu Gesprächen zu nutzen. Die Ankündigung einer beschleunigten Uran-Anreicherung durch das Land bezeichnete er als das falsche Signal.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hat den Iran für Februar zu einer neuen Runde der Atom-Gespräche eingeladen. Sie sprach im Namen der Sechsergruppe, die aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, China, Russland und den USA besteht. Der Iran bestreitet, dass sein Atomprogramm der Waffenherstellung dient. Das Land kündigte zuletzt jedoch an, die Uran-Anreicherung beschleunigen zu wollen. Der Westen befürchtet, dass der Iran Atombomben entwickelt.

 
Israeli Defence Minister Ehud Barak and U.S. Vice President Joe Biden (R) meet at the 49th Conference on Security Policy in Munich February 2, 2013. Senior U.S., Russian and U.N. officials, along with the leader of the Syrian opposition, were all expected in Munich on Saturday, providing a rare opportunity for talks to revive efforts to end the civil war in Syria. REUTERS/Michael Dalder (GERMANY - Tags: MILITARY POLITICS TPX IMAGES OF THE DAY)