Eröffnung des Mord- und Vergewaltigungsprozesses in Indien

Dienstag, 5. Februar 2013, 16:00 Uhr
 

Neu-Delhi (Reuters) - Mit der ersten Zeugenbefragung hat in Indien offiziell der Prozess gegen fünf Männer begonnen, die wegen Vergewaltigung und Ermordung einer jungen Inderin angeklagt sind.

In der nicht-öffentlichen Sitzung wurde am Dienstag der Freund des Opfers befragt. Er kam noch sichtlich von dem Überfall gezeichnet in einem Rollstuhl in den Gerichtssaal. Der 28-Jährige ist der wichtigste Zeuge der Anklage. Er war mit seiner Freundin in den Kleinbus gestiegen, in dem das Verbrechen später geschah. Seiner Schilderung zufolge wurde er mit einer Eisenstange geschlagen während die Männer seine Freundin vergewaltigten. Dann wurden beide aus dem fahrenden Auto geworfen. Die junge Frau starb später an den ihr zugefügten schweren Verletzungen.

Die Tat hatte wegen ihrer Brutalität für Empörung im In- und Ausland gesorgt und in Indien eine Debatte über den Schutz von Frauen ausgelöst. Neben den fünf Angeklagten war ein sechster an der Tat beteiligt. Ihm wird als Minderjähriger in einem separaten Verfahren der Prozess gemacht.